Connection timed out Kirchengemeinderatstage in Fellbach: Auftanken und den Blick weiten : Evangelische Kirchengemeinde Bolheim

Kirchengemeinderatstage in Fellbach: Auftanken und den Blick weiten

Wer Menschen für die Kirchengemeinderatsarbeit motivieren möchte solle sich nicht von der Frage leiten lassen: „Wer passt zu uns?“ Vielmehr gelte es zu fragen: „Wer fehlt, damit wir andere erreichen?“, so Inge Schneider, die Präsidentin der württembergischen Landessynode.

Am Freitagabend (4. April) trafen sich die Kirchengemeinderäte der evangelischen Kirchengemeinde in Bolheim unter dem Motto „Eine klare Sicht bekommen – Gutes für Körper und Geist“ in Fellbach. Beim gemeinsamen Abendessen und dem geistlichen Abend fanden sie Raum aufzuatmen, sich auszutauschen und aufzutanken.

Am Samstag (5. April) besuchte der Kirchengemeinderat aus Bolheim den „Kirchengemeinderatstag“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg: Etwa 1000 Kirchengemeinderäte aus der gesamten Landeskirche folgte der Einladung von Landesbischof Frank Ottfried July. Gleich zu Beginn dankte July den Kirchengemeinderäten: „Sie zeigen, dass Glaube und Kirche es Ihnen wert ist, einen wichtigen Platz in Ihrem Leben einzunehmen. Sie machen ernst mit unserer Kirche und machen unsere Kirche erst zur Volkskirche – zusammen mit den 150.000 Ehrenamtlichen“.  In den kirchlichen Gremien kämen Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Erfahrungen, unterschiedlicher Frömmigkeit und unterschiedlichen biblischen Ansichten zusammen, um gemeinsam Gemeinde zu gestalten. July sehe diese Vielfalt als Bereicherung, aber auch aus Herausforderung. Christliche Gemeinschaft lasse den Glauben wachsen und sei kein Selbstzweck – weder im Kirchengemeinderat noch in der Kirchengemeinde, betonte July.

Inge Schneider ist die Präsidentin der württembergischen Landessynode. Die Landessynode ist das demokratisch verfasste Kirchenparlament unserer Landeskirche. Sie nahm deutlich Bezug auf die Kirchenwahl am 1.Advent 2019. An diesem Tag werden vor Ort die Kirchengemeinderäte und auf landeskirchlicher Ebene die Synodalen gewählt. Schneider ist wichtig: Wer Menschen für die Kirchengemeinderatsarbeit motivieren möchte solle sich nicht von der Frage leiten lassen: „Wer passt zu uns?“ Vielmehr gelte es zu fragen: „Wer fehlt, damit wir andere erreichen?“

Auf dem „Marktplatz der Ideen“ informierten sich die Besucherinnen und Besucher über neue Impulse für die Arbeit mit Älteren, die Kirchenwahl 2019, den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund oder das Bibelmuseum „Bibliorama“. In insgesamt 22 Workshops diskutierten sie u. a., über zukunftsfähige Immobilienkonzepte für Kirchengemeinden, die Nutzung von Neuen Medien für Verkündigung und Gemeindeaufbau oder die Kandidatengewinnung für die Kirchengemeinderatswahl.

Für die Unterhaltung sorgten der Stuttgarter Bezirksbläserkreis, Kabarettist Christoph Sonntag, die Hanke Brothers und das LUX Kollektiv stellte erstmalig den Song „Wir sind dein Meisterwerk“ zur Kirchenwahl vor.

 

Am 1. Dezember 2019 werden in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg über 10.000 Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte sowie 90 Landessynodale gewählt. Die kirchliche Wahl ist sichtbarer Ausdruck der demokratischen Struktur der Landeskirche. In den Gemeinden der württembergischen Landeskirche ruht die Verantwortung auf mehreren Schultern. Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer leiten gemeinsam mit dem gewählten Kirchengemeinderat die Gemeinde. In jeder Gemeinde werden am 1. Advent zwischen vier und 18 Kirchengemeinderäte gewählt. Mit der Kampagne „Hier ist ein Platz für Dich!“ wirbt die Landeskirche für eine breite Vielfalt bei den neuen Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenwahl und die Landessynode. Am 26. Juni 2019 wird es in vielen Kirchengemeinden einen „PLATZTEST“ geben, bei dem sich Interessierte über die Arbeit die Kirchengemeinderäte informieren können.