"Sonntag teilen" Gottesdienst 18.04. musste leider ausfallen ...

stattdessen:
Gedanken, Texte, Gebet zum Hirtensonntag ...

Gottesdienst "Sonntag Teilen" 18. April 2021

Heute, am 18. April, ist der Sonntag des guten Hirten. Da liegt es nahe, Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ zu beten:

 

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Dieser Psalm ist das Gebet eines einzelnen. Und doch spiegelt sich in ihm die Erfahrung vieler wieder: So ist unser Gott. Er hat sich uns zu erkennen gegeben als der gute Hirte. Wir haben erlebt, wie er uns geleitet und versorgt hat, erfrischt und erquickt. Wie ausgeruht werden konnte auf saftigem grünem Gras. Gott hetzt und treibt nicht.

Er führte und war nahe, wo der Überblick und der Durchblick verloren gegangen sind. Wo Angst das Herz umschnürte und ich unsicher getappt bin hat er durchgeleitet mit seinem starken Stecken und seinem fürsorglichen Stab.

Ja, und dann ist dieser Gott nicht nur ein fürsorglich führender Hirte sondern auch Wirt, Gastwirt. Bei ihm ist nicht zwangsweise geschlossen wegen eines Lockdowns. Er lädt ein an seinen Tisch, er bewirtet mich wie einen königlichen Gast. Und was mich quälen will hat an diesem Tisch keinen Platz. Die Feinde müssen zuschauen. Vielleicht sind das Menschen, die mir übel wollen. Vielleicht sind es aber auch Krankheiten, die mich bedrohen, Schicksalsschläge oder schwere Entscheidungen. Vielleicht sind meine ärgsten Feinde meine Angst, mein Misstrauen, meine Resignation. Wenn ich weglaufen will, verfolgen sie mich. Da ist es gut, wenn ich bei Gott Zuflucht nehme, der mich an seinen Tisch einlädt. Da mögen die Feinde aller Art zugucken. Sie sind nicht weg, aber machtlos. Ich stehe unter dem Schutz des guten Hirten, dessen Markenzeichen Güte und Barmherzigkeit sind. Diese will er mir zukommen lassen, mein Leben lang. Sein gütiges, erbarmendes Herz.

Und so liegt die Hoffnung nahe: Er ist es, der mich ans Ziel bringen wird. In seinem Haus darf ich wohnen, wohnen bleiben. Hier im Irdischen wie dann einmal, wenn ich diese Welt verlasse. Denn Jesus ist der gute Hirte, der seine Schafe – und so auch mich – kennt. Und Gott, der Herr, ist der Wirt, der mich versorgt und bei dem ich zu Hause sein darf. Und Gott der Heilige Geist leitet, führt, tröstet und stärkt mich auf meinem Weg in dieser unserer Welt.

So segne und behüte Sie der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Welche Worte aus Psalm 23 sprechen Sie heute am meisten an? Nehmen Sie doch diese Worte, diesen (Teil)Satz mit in die kommende Woche.

 

Ein Fürbittengebet für unsere Welt und uns selbst:

Jesus Christus, wir bitten für die Hirten in der Politik und für alle die führen und leiten, schenke du Ihnen gute Ideen und Gedanken und lass sie den richtigen Weg finden.

Herr wir bitten dich, für alle Menschen, die im dunklen Tal unterwegs sind und keinen Ausweg mehr sehen und für alle die in einer schweren Zeit Trost suchen, lass sie spüren dass du da bist und sie nicht alleine sind.

Herr wir bitten dich auch für uns Schafe, die wir jeden Tag Verantwortung haben für unsere Familie und unsere Kinder, schenke uns da auch Kraft und Weisheit das Richtige zu tun.

Jesus Christus, hilf dass wir Schafe uns von dir leiten und uns den richtigen Weg zeigen lassen und ihm auch nachgehen wollen und ich dich, Jesus, als meinen guten Hirten erkenne und dir voller Vertrauen folge.

Alles was mich sonst noch bewegt, schließe ich ein in das Gebet, das du uns gelehrt hast:

Vater unser im Himmel!

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Texte: Hanna Wißmann, Tanja Smetan;  Fotos: Reinhard Hosemann, Gerd Pregel, Marco Willener